Trockenblumen selber machen: Welche Blumen eignen sich und was sind die besten Methoden zum Trocknen?

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Trockenblumen selber machen und einfach einen Trockenstrauß binden

Wie ich bereits in meinem Blogartikel zu den Wohntrends 2021 erwähnt habe, sind Trockenblumen momentan der Deko-Liebling vieler Menschen. Kein Wunder, schließlich vereinen sie praktische, ästhetische und preisliche Vorteile. Sie müssen nicht regelmäßig gegossen werden, müssen nicht neu gekauft werden, weil sie verwelken und sehen dazu auch noch schön aus. 

Und richtig schöne Trockenblumensträuße bekommt man schon für wenig Geld. Teurer wird es allerdings, wenn man sie sich selbst zusammenstellen möchte. Hast Du eine ganz spezielle Vorstellung und möchtest die verschiedenen getrockneten Blumensorten einzeln kaufen, geht das schnell ins Geld. 

Die gute Nachricht: Wer Geld sparen will, kann Trockenblumen auch ganz einfach und kostengünstig selber machen. In diesem Blogpost verrate ich Dir, welche Blumensorten sich für den perfekten Trockenblumenstrauß eignen und wie du sie am besten trocknest und extra haltbar machst.

Welche Blumen eignen sich als Trockenblumen?

Das tolle an Trockenblumensträußen ist, dass Du sie aus nahezu allen Blumen und Gräsern herstellen kannst. Dadurch sind die Möglichkeiten zur Kombination schier endlos und Du kannst ihn ganz nach Deinen persönlichen Vorstellungen individualisieren. Einige Gewächse eignen sich aber besonders gut, weil sie auch nach dem Trocknen noch ihre Form behalten und keinen zu großen Farbverlust aufweisen. Diese Trockenblumen-Profis sind:

  • Schleierkraut
  • Samtgras
  • Weizen- & Haferhalme
  • Pampasgras
  • Strohblumen
  • Eukalyptus

Schleierkraut

Samtgras

Weizenhalme

Pampasgras

Der Vorteil dieser Blumen: Sie enthalten von Natur aus weniger Feuchtigkeit und trocknen so wesentlich schneller als Blumen mit großen Blüten. Außerdem sind die Blüten stabil und bröseln im trockenen Zustand nicht so schnell auseinander.

Trotzdem gilt: Du kannst aus jeder Blumensorte Trockenblumen selber machen. Wichtig ist nur, dass du die richtige Trocknungs-Technik für Deine Blumensorte wählst. 

Blumen trocknen: Die 3 besten Techniken

Hast Du die passenden Blumensorten gefunden, kannst Du anfangen, sie zu trocknen. Je nachdem, welches Ergebnis zu erzielen möchtest, gibt es dazu verschiedene Trocknungs-Methoden.

1. Blumen kopfüber an der Luft trocknen

Die einfachste Methode, Blumen zu trocknen, ist das Lufttrocknen. Dazu hängst Du die Blumen entweder einzeln oder im Strauß kopfüber auf. Binde die Stiele einfach mit einem Stück Draht oder einer Schnur zusammen und  befestige das andere Ende an einem geeigneten Gegenstand – zum Beispiel einem Kleiderhaken oder am Treppengeländer. Wenn Du sie in dieser Position trocknen lässt, verschließen sich die Blüten zwar etwas, dafür sind die Blütenköpfe aber stabiler und knicken nicht so schnell ab. 

Wenn Du diese Methode wählst, solltest Du die Blumen unbedingt an einem dunklen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung aufhängen. Diese sorgt nämlich dafür, dass die Blütenfarbe zusätzlich ausbleicht und die Blüten brüchig werden. Außerdem solltest Du die Blumen zum Trocknen aufhängen, bevor sie beginnen zu verwelken. Ich weiß – es ist verlockend, die frischen Blumen so lange wie möglich in der Vase stehen zu lassen … Aber wenn Du wirklich schöne Trockenblumen erhalten möchtest, solltest Du die Blumen in ihrer schönsten Blütephase trocknen.

So simpel diese Methode auch ist, sie hat auch zwei Nachteile: eine lange Trocknungszeit und einen leichten Farbverlust. Je nachdem, wie viel Feuchtigkeit die Blume enthält, dauert das Trocknen unterschiedlich lange. Üblich ist in der Regel eine Trocknungszeit von ein bis drei Wochen. Diese solltest Du auch unbedingt einhalten, denn wenn die Blumen noch nicht komplett durchgetrocknet sind, sind sie noch zu instabil um sie zu einem fertigen Strauß zu binden. Ein leichter Farbverlust lässt sich ebenfalls nicht vermeiden. Hast Du Blumen in leuchtender Farbe, sind die unten genannten Methoden besser geeignet.

Zusammengefasst:

  • wenig Aufwand
  • keine Materialien nötig
  • etwas Farbverlust
  • lange Trocknungszeit

2. Blumen in Trockensalz oder Waschpulver einlegen

Etwas schneller kannst Du Blumen trocknen, indem Du sie in Waschpulver oder Trockensalz einlegst.

Dazu nimmst Du eine Brotdose oder einen anderen luftdicht verschließbaren Behälter. Den Boden bedeckst Du mit dem Waschpulver oder Salz. Anschließend legst Du die Blüten einzeln hinein und streust so viel Waschpulver darüber, bis alle Blüten vollständig bedeckt sind. Hast Du besonders feine Blütenblätter, kann es passieren, dass sich ihre Blütenblätter durch das Hinlegen plattdrücken. Um das zu vermeiden, kannst Du an den Blüten auch einen kurzen Stängel lassen und sie so aufrecht ins Waschpulver stecken. Auch bei dieser Methode muss die Blüte danach vollständig mit Pulver bedeckt werden. 

Hast Du die Blüten eingelegt, verschließt du den Behälter und stellst ihn für ca. eine Woche an einen warmen, dunklen Ort. 

Zusammengefasst:

  • wenig Aufwand
  • kaum Farbverlust
  • recht lange Trocknungszeit

3. Blumen schnell und einfach im Backofen trocknen

Wenn Dir auch das Einlegen in Waschpulver zu lange dauert, kannst Du Deinen Lieblingsstrauß auch im Backofen trocknen. Diese Methode ist eigentlich eher dazu geeignet, einzelne plattgedrückte Blüten zu erhalten; ich habe aber eine Lösung gefunden, wie Du die Blumen in ihrer natürlichen Form trocknen kannst. 

Alles, was du dazu brauchst, ist ein Ofenrost und hitzebeständige Schnur. Deine Blumen bindest Du mit Hilfe der Schnur einzeln von unten am Rost fest und hängst es anschließend auf der höchsten Etage im Backofen ein. Dazu musst Du den Blumenstil gegebenenfalls etwas kürzen, damit die Blüte nicht auf dem Boden des Backofens aufliegt. Die Trockenblumen werden also genauso hergestellt, wie beim Lufttrocknen, nämlich kopfüber hängend. 

Deine Blumen müssen nun für zwei Stunden bei ca. 60°C im Backofen bleiben. Rund alle 20 Minuten solltest Du die Backofentür kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn die zwei Stunden vorbei sind, lasse die Blüten auskühlen und fühle, ob sie noch feucht sind. Falls ja, solltest Du den Prozess am nächsten Tag noch einmal wiederholen. 

Diese Methode ist sehr gut geeignet, wenn Du kurzfristig einen schönen Strauß kreieren möchtest. Allerdings benötigt sie viel Energie, Du solltest sie also besser nur als Ausnahme einsetzen.

Zusammengefasst:

  • kurze Trocknungszeit
  • hoher Energieverbrauch

Tipp:  Möchtest Du Trockenblumen in Seifen oder als Deko in einem Bilderrahmen verwenden, kannst Du die Blüten natürlich auch pressen. Dieses klassische und einfache Verfahren eignet sich aber natürlich nicht für aufrecht stehende Trockenblumensträuße.

Trockenblumen schützen: Extra haltbar machen mit Haarspray

So richtig langlebig wird Dein Trockenblumenstrauß erst, wenn Du ihn vor äußeren Einflüssen schützt. Sonnenlicht und Temperaturschwankungen sorgen schnell dafür, dass die Farbe mit der Zeit ausbleicht oder die Blüten porös werden. Um das zu vermeiden, gibt es ein einfaches Hausmittel: Haarspray.

Trockenblumen mit Haarspray haltbar zu machen, funktioniert im Grunde wie die Frisur haltbar zu machen. Einfach gut einsprühen und ordentlich trocknen lassen. Schon sind deine Trockenblumen geschützt und halten noch länger.

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Ich bin Marina, 20 Jahre alt, und ich studiere Online-Redaktion in Köln. Wenn ich nicht gerade lerne oder mich mit Freunden treffe, durchstöbere ich Pinterest & Co auf der Suche nach neuen Interior Trends …

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