Hamburg in 4 Tagen – die besten Locations und was man dort bei 30 Grad machen kann

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Ich bin endlich mit allen Klausuren und Abgaben für dieses Semester durch und damit offiziell urlaubsreif. Um den Beginn der Semesterferien einzuläuten und mal ein paar Tage rauszukommen, haben mein Freund und ich daher Anfang August ganz spontan einen 4-Tages-Trip nach Hamburg gebucht. Für mich war es der erste Besuch in dieser Stadt und dementsprechend wollte ich so viel wie möglich sehen. Orientiert habe ich mich bei der Planung an einem Blogpost von Lu Morgenstern. Die Spots, die ich persönlich am schönsten fand, haben wir aber meistens ganz spontan im Vorbeigehen gefunden (wie das ja oft so ist).

Im heutigen Post à la “Reisetagebuch”  möchte ich euch daher auf unseren Kurztrip entführen und diese Spots mit euch teilen. Wo immer es ging, habe ich euch einen Pluscode von Google Maps hinzugefügt, sodass ihr genau den Spot wiederfindet, an dem wir waren, bzw. die Fotos aufgenommen wurden.

Anreise und Unterkunft

Zugegeben: Unsere Wahl, in welche Stadt unser Wochenend-Trip gehen sollte, war etwas willkürlich. Urspünglich wollten wir nämlich mit dem Flixtrain reisen und haben daher geschaut, welche Verbindungen überhaupt angeboten werden. Letztendlich haben wir uns aufgrund des Preises dann jedoch gegen Flixtrain und für ein Sommerticket der Deutschen Bahn entschieden – unsere Wahl für Hamburg jedoch beibehalten. Das DB-Sommerticket gilt für alle Deutschen Bürger bis 27 Jahren und kostet 90€. Darin enthalten sind vier Fahrten im Zeitraum vom 24. Juni bis 27. September. Faktisch haben wir für die Zugfahrten nach Hamburg  und zurück 45 € pro Person gezahlt und haben jetzt bis Ende September noch zwei Fahrten übrig. Zum Vergleich: mit der Flixtrain-Verbindung, die für diesen Zeitpunkt angeboten wurde, hätten wir 90 € gezahlt. Von Bekannten weiß ich, dass man auch mit Flixtrain sehr günstig reisen kann, wir hatten mit unserem Reisezeitraum wohl einfach kein Glück.

Unsere Unterkunft von Donnerstag bis Sonntag war das “The Niu” Hotel. Das haben wir über Secret Escapes gebucht und wir waren sehr zufrieden, insbesondere weil es kaum teurer war als ein Doppelzimmer im Hostel. Da wir in den vier Tagen möglichst viele Ecken der Stadt erkunden wollten und das Hotel nicht direkt in der Innenstadt liegt, haben wir uns an drei Tagen ein Gruppen-Tagesticket gekauft und konnten somit bequem Bus und Bahn nutzen (ein klimatisierter Bus war bei der Hitze definitiv eine schöne Sache). 

Donnerstag: Außenalster, Rathaus, Panorama-Lift, Speicherstadt

Wir sind gegen 11 Uhr mit dem IC in Hamburg angekommen und von dort aus dann direkt weiter zum Hotel gefahren. Zum Glück konnten wir schon vorzeitig einchecken und uns umziehen, denn schon um diese Uhrzeit war es ziemlich heiß draußen. Anschließend haben wir uns auf den Weg gemacht, um die Stadt zu erkunden.

Picknick an der Außenalster

Nachdem wir uns im Supermarkt etwas zu Essen geholt hatten, sind wir an die Außenalster gefahren. Wir sind an der Haltestelle Dammtor ausgestiegen und den restlichen Weg zum Wasser gelaufen. Dort haben wir uns ans schattige Ufer auf eine Bank gesetzt und ein kleines Picknick gemacht. Beim Blick auf das Wasser kann man schnell vergessen, dass man sich gerade in einer der größten Städte Deutschlands befindet, besonders wenn man die kleinen Segelboote beobachtet, die übers Wasser schippern.

Pluscode: HX5W+9R Hamburg

Innenhof des Hamburger Rathauses

Nach der kleinen Abkühlung im Schatten sind wir weiter in Richtung Innenstadt gelaufen. Dort haben wir uns das imposante Rathaus angeguckt. Das Gebäude ist riesig und die Fassade sehr hübsch; und auch von Innen ist es wirklich sehenswert. Die Eingangshalle, die ein bisschen wirkt wie die Location eines Maskenballs, kann man kostenlos besichtigen und von dort aus gelangt man weiter in den Innenhof mit dem schönen Brunnen.

Pluscode: HX2R+3R Hamburg

Mit dem Panorama-Lift über die Dächer Hamburgs (kostenpflichtig)

Vom Rathaus aus haben wir uns auf den Weg in die Speicherstadt gemacht und sind auf unserem Weg dorthin an der Sankt Nikolai Kirche vorbeigekommen. Die Kirche wurde während des zweiten Weltkriegs zerstört, aber der hohe Kirchturm hat die Angriffe überstanden und beherbergt heute einen Aufzug samt Aussichtsplattform. Wir haben uns spontan entschieden, die 6 € für das Ermäßigtenticket in die Hand zu nehmen und auf die Plattform hochzufahren. Und es hat sich gelohnt. Von rund 70 Metern Höhe hat man einen tollen Rundumblick über die Dächer Hamburgs. Auf der einen Seite überblickt man die Innenstadt, das Rathaus und die Außenalster, auf der anderen Seite sieht man die Speicherstadt und den Hafen mit seinen zahlreichen Kränen. Da sich wegen Corona zu diesem Zeitpunkt nur zehn Personen gleichzeitig auf der Plattform aufhalten durften, war es auch angenehm leer (auch unten war keine Schlange, die Aussichtsplattform scheint also in der Regel nicht allzu überlaufen zu sein).

Pluscode: GXWR+X7 Hamburg.

Ein Spaziergang durch die Speicherstadt

Von der Kirche aus sind wir dann schließlich in die Speicherstadt gelaufen. Dort haben wir uns die hübschen alten Backsteinhäuser am Wasser angeschaut und zahlreiche Fotos gemacht.

Pluscode zu diesem Instagram-Bild: GXVV+RV Hamburg.

Freitag: Schanzenviertel, Planten un Blomen, Stand-Up-Paddling

Das Schanzenviertel erkunden

Am Freitag sind wir durch die Gassen vom Schanzenviertel gelaufen. Wir sind an der Haltestelle Sternschanze ausgestiegen, die direkt am Schanzenpark liegt und sind dort einmal um den großen Wasserturm gelaufen. Von dort aus sind wir dann schließlich in Richtung Stadt gelaufen. Weil es an dem Tag so heiß war, sind wir in ein paar der Geschäfte geflüchtet. In zwei kleinen Läden auf der Susannenstraße habe ich mir einen Fächer und einen wunderschönen Möbelgriff gekauft. Wenn du auf der Suche nach Schmuck oder (zugegebenermaßen teils sehr kitschigen) Souvenirs bist, wirst du auf dieser Straße sicher fündig. Und auch, wenn du Lust auf Kaffee und einen kleinen Snack hast, denn die Susannenstraße ist voll von Cafés. Wir haben im Café Moraba sehr leckeren Kaffee getrunken.

Pluscode: HX67+Q4 Hamburg.

Mittagspause im Park „Planten un Blomen“

Nachdem wir das Schanzenviertel erkundet und noch ein zwei Läden durchstöbert hatten, haben wir die Bahn genommen und sind zum Dammtor gefahren. Von dort aus sind wir zum Park “Planten un Blomen” gelaufen. Dieser Park direkt neben dem Messegelände ist wunderschön angelegt und die Bäume spendet bei heißen Temperaturen wertvollen Schatten. Wir sind ein wenig durch den Park geschlendert und haben uns dann an den Rand des Baches gesetzt und die Füße ins Wasser gehalten. Dort haben wir Salat gegessen, den wir uns am Morgen im Supermarkt gekauft hatten und die Aussicht, sowie die angenehmen Temperaturen genossen.

Pluscode: HX6P+2V Hamburg.

Stand-Up-Paddling auf dem Goldbekkanal (kostenpflichtig)

Abends wollten wir Hamburg dann mal vom  Wasser aus erleben und haben beschlossen, Stand-Up-Paddeln zu gehen. Wir haben uns für 1 ½ Stunden (16 € p.P.) bei SUP-Piraten Bretter ausgeliehen und sind damit den Goldbekkanal entlang gepaddelt. SUP-Piraten gibt es mehrmals in Hamburg, bei welchem Standort wir waren, erkennt ihr am Pluscode: H2VJ+2H Hamburg.

Ich war absolut begeistert von der Strecke. Auf dem schmalen Kanal ist zwar recht viel los (wir waren allerdings auch Freitagabend da), aber der Blick ist wirklich etwas Besonderes. Der Kanal ist auf dem gesamten Abschnitt von Bäumen gesäumt, hin und wieder fährt man unter einer Brücke hindurch oder es bieten sich Möglichkeiten zum Abbiegen in einen Nebenarm und je weiter man Rondeelkanal kommt, in den der Goldbekkanal mündet, umso mehr prachtvolle Häuser kann man vom Wasser aus sehen. Als es Zeit war, umzudrehen, haben wir im Rondeelteich gedreht. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Häuser und eine Menge Menschen sind auf ihren Ruderbooten und SUPs im Wasser versammelt und genießen die tolle Abendstimmung. 

Wer nach dem Paddeln Hunger bekommen hat, kann sich im Sierichs Biergarten stärken. Hier sollte man allerdings etwas Zeit mitbringen, da es am Wochenende bei gutem Wetter rappelvoll ist. Wir haben uns Pommes und Burger auf die Hand bestellt und uns damit auf die Mauer vom Stadtparksee gesetzt (Pluscode: H2VG+FW Hamburg). Beim Essen haben wir dann den Sonnenuntergang und das bunte Treiben auf der riesigen Festwiese beobachtet.

Samstag: Flohmarkt, Museum, Elbphilharmonie, Elbpromenade

Flohmarkt an der Pferderennbahn

Bei meinen “Recherchen” zum Schanzenviertel habe ich in einem Blogartikel von einem Flohmarkt gelesen, der jeden Samstag auf dem Gelände vor dem Fleischgroßmarkt stattfindet. Weil ich durch den Artikel große Lust auf einen Flohmarktbesuch bekommen habe, habe ich gegoogelt, welche Märkte es sonst noch so gibt und dabei den Trödelmarkt auf der Pferderennbahn gefunden. Wir sind schließlich zu diesem gefahren, da er näher an unserem Hotel lag und wir uns die Rennbahn auch mal ansehen wollten. Wir sind eine Haltestelle zu spät ausgestiegen und haben so einen kleinen Umweg durch den Freizeitpark Horner Rennbahn gemacht, was auch sehr schön war. Falls ihr aber direkt ans Ziel wollt, betretet ihr den Flohmarkt am besten hier: Pluscode H36J+68 Hamburg. Wir haben dort leider nichts gefunden, und ich hatte den Eindruck, dass auf diesem Flohmarkt vergleichsweise viel Elektroware verkauft wurde – wenn ihr also nach Dekoration oder antiken Schätzen sucht, probiert am besten den Markt im Schanzenviertel aus (Pluscode: HX59+74 Hamburg).

Ein Besuch im Museum für Hamburgische Geschichte (kostenpflichtig)

Ein weiterer Grund, wieso wir nicht länger auf dem Flohmarkt verweilen wollten, war die Hitze. Um der zu entkommen, haben wir den restlichen Vormittag im Museum für Hamburgische Geschichte verbracht. Der Eintritt hat 6 € (ermäßigt) gekostet. Bekommen hat man dafür eine vielseitige Ausstellung mit verschiedenen Themenwelten. Am spannendsten fand ich die Bereiche zur Schiffahrt und der Zeit des zweiten Weltkriegs. Mit vielen Ausstellungsstücken und einigen tollen Nachbauten war der Aufenthalt dort wirklich spannend. Ein nettes Plus: Im Dachgeschoss befindet sich eine große Modelleisenbahn. Wer also gerne ins Miniaturwunderland in Hamburg gehen würde, jedoch nicht die 20 € Eintritt zahlen will, bekommt hier zumindest einen kleinen Eindruck.

Pluscode Museum für Hamburgische Geschichte: HX2F+F7 Hamburg

Sonnenuntergang auf dem Plateu der Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie bei Sonnenuntergang

Abends sind wir dann durch die Speicherstadt in Richtung Elbphilharmonie gelaufen. Die sieht schon bei Tageslicht beeindruckend aus, aber im Abendlicht wirkt sie noch einmal imposanter. Man kann kostenlos mit der Rolltreppe auf die Aussichtsplattform fahren und von dort aus den Hafen überblicken. Kleiner Fun Fact: Die Rolltreppe, die nach oben führt, ist laut der Seite www.hamburg.de die längste Rolltreppe Westeuropas. Oben auf der Plattform war zwar viel los, aber wir haben noch einen Platz am Geländer gefunden, von dem wir den Sonnenuntergang aus beobachten konnten. 

Pluscode: GXRM+GM Hamburg

Pizza auf der Elbpromenade

Im Anschluss an die Elbphilharmonie haben wir beschlossen, uns noch eine Pizza zu holen und uns damit ans Wasser zu setzen. Ich kann die Pizza von Luigi’s sehr empfehlen. Sie ist zwar etwas teurer, aber wirklich sehr lecker. Das sieht man auch am überfüllten Laden, ihr solltet also etwas Zeit mitbringen und es nicht persönlich nehmen, wenn einer der Angestellten euch etwas gestresst aus dem Weg scheucht. Mit den Pizzen haben wir uns dann auf eine der Treppen an der Elbpromenade gesetzt. Dort war Samstag Abend eine Menge los und die Stimmung war sehr ausgelassen (Pluscode: HX2F+F7 Hamburg). 

Weil wir an diesem Abend sehr müde waren, haben wir beschlossen, die Reeperbahn auszulassen und uns auf den Weg zurück zum Hotel zu machen. Direkt gegenüber der Bahnstation Landungsbrücken haben wir dann noch zufällig ein Konzert gesehen, bei dem viele Menschen zugeschaut und einige sogar getanzt haben. Ob das jedes Wochenende so ist, weiß ich leider nicht, aber wenn ihr Freitag- oder Samstagabend in der Ecke unterwegs seid und Lust auf ein wenig Livemusik habt, schaut dort ruhig mal vorbei (Pluscode: GXWC+62 Hamburg).

Sonntag: Winterhude, Fish&Chips, Kaffeerösterei

Ein Spaziergang durch Winterhude

Am Sonntag haben wir nach dem Auschecken unseren Koffer in einem Schließfach am Hauptbahnhof eingeschlossen und anschließend den Bus nach Winterhude genommen. Dort waren wir ja am Freitag schon Stand-Up-Paddeln und weil ich so begeistert von den schönen Häusern war, wollte ich mir den Stadtteil noch einmal zu Fuß ansehen. Wir sind bis zur Haltestelle Streekbrücke gefahren und von dort aus rechts die Alster runtergelaufen. Die Häuser direkt am Wasser auf dem Leinpfad sind besonders schön und imposant. Im hübschen Restaurant Chapeau, das wir beim Stand-Up-Paddeln bereits vom Wasser aus gesehen hatten, wollten wir dann etwas trinken – leider waren aber alle Plätze bereits reserviert. Falls ihr also hier essen oder trinken wollt (was ich euch wegen der direkten Wasserlage nur empfehlen würde) solltet ihr am besten vorher anrufen. Wir haben dann einen sehr leckeren Eiskaffee im Café Frau Larsson getrunken, was auch schön ruhig gelegen ist (Pluscode: H2M7+95 Hamburg). 

Fish&Chips an der Elbe

Wer wie ich kein großer Fan von Fischbrötchen ist, aber trotzdem ein wenig Meeres-Flair haben möchte, kann sich bei Fisch & Co. eine Portion Fish&Chips holen. Wir haben uns dort nach unserem Besuch in Winterhude welche zum Mitnehmen geholt und sind mit dem Essen im Gepäck sind wir dann in die Speicherstadt gelaufen. Dort haben wir uns in einen kleinen Innenhof gesetzt und mit Blick aufs Wasser und die alten Häuser gegessen. Falls ihr euch auch bei Fisch & Co. etwas zu Essen holen wollt, müsst ihr übrigens etwas genauer hingucken. Der Laden teilt sich die Etage mit einem Eiscafé und ist draußen nicht ausgeschildert, lediglich vom Eis & Waffelhaus hängt ein Schild an der Hausfassade. Also orientiert euch am besten daran, sonst lauft ihr vielleicht wie wir zwei Mal daran vorbei 😄

Pluscode Fisch & Co.: GXWP+6R Hamburg

Pluscode Innenhof: GXVV+RV Hamburg

Souvenirkauf in der Kaffeerösterei

Als ein Mitbringsel, das man auch wirklich verwenden kann, haben wir dann noch einen Beutel Kaffeebohnen in der Kaffeerösterei in der Speicherstadt gekauft. Darin befinden sich ein Café und ein Shop, in dem man viele verschiedene Sorten Kaffee kaufen kann. Ich habe mich für die Sorte Hamburger Hafen entschieden, was zugegebenermaßen hauptsächlich am passenden Namen lag.

Pluscode: GXVQ+G6 Hamburg


Ich hoffe sehr, dass dir der Reisebericht gefallen hat und du ein paar Ideen für deinen nächsten Hamburg-Besuch sammeln konntest. Kennst du ein paar geheime Ecken in Hamburg, die sehenswert sind? Dann schreib doch gerne einen Kommentar! 🙂

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Ich bin Marina, 20 Jahre alt, und ich studiere Online-Redaktion in Köln. Wenn ich nicht gerade lerne oder mich mit Freunden treffe, durchstöbere ich Pinterest & Co auf der Suche nach neuen Interior Trends …

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